L. Theodor Donat

ist ein Pseudonym. Die Gemeinschaft der einheimischen Mitbrüder unseres Ordens, die ich aufzubauen geholfen habe, hat die Entwicklung meiner Überzeugungen nicht in allem mitverfolgen können. Und ich habe das Buch während über 12 Jahren in der Heimat geschrieben. Sie würden meinen jetzigen Glauben kaum verstehen. Auch deshalb das Pseudonym.

 

Kontakt und mehr ...

Liebe Carole,

 

bin ich jetzt 70 Jahre alt und habe das Privileg einer durch meine Gesundheit bedingten Auszeit. 27 Jahre meines Lebens verbrachte ich in einem Land im Westen von Schwarzafrika. Ich bin katholischer Ordensmann und Priester, ein katholischer Mönch sozusagen.

 

... der Autor während seiner Freizeit

27 Jahre sind eine relativ lange Zeit, da eine alte Missionarsregel besagt, dass die Jahre „in Afrika“ doppelt zählen, und ich mich somit schon längst hätte zur Ruhe setzen können. Ich „höre“ das Stirnrunzeln meiner Mitbrüder, denn für einen Ordensmann gibt es keinen Ruhestand.

 

Eine andere Missionarsregel gäbe mir das Vorrecht, dass mir etwas über fünf Fingerbreit Whisky in einem Longdrinkglas eingeschenkt würde, je eine Fingerbreit für fünf Jahre Arbeit in der Mission. Dies entsprach früher dem Intervall zwischen zwei Heimaturlauben. Vom „Whisky-Privileg“ profitiere ich nur bei Depressionen, die mir unter anderem meine liebe römisch-katholische Kirche beschert.Ich habe somit das Glück und das Pech, dass mein Erfahrungshorizont nicht unbedingt von sehr vielen Frauen und Männern geteilt wird. Glück, da Originalität gefragt ist, Pech, weil etliche Erfahrungen von Deinen Freunden ein ziemlich grosses Einfühlungsvermögen verlangen. Natürlich möchten sie, dass ich genau angebe, wo ich lebte. Von einem Journalisten würde man ja die Information verlangen, ob er aus Sizilien oder aus Norwegen berichtet. Ich arbeitete in etwa auf sieben Grad nördlicher Breite ... damit ist Norwegen ausgeschlossen.

 

Während der 27 besten Jahre meines Lebens habe ich gelernt, die Welt mit den Augen jener Menschen zu sehen, die heute eine überwältigende Mehrheit ausmachen. Danach hatte ich einige Jahre Zeit, um die Welt von der Minderheit her zu betrachten. So hoffe ich, dass in den folgenden Briefen Sehnsüchte, Erfahrungen, Leiden und Freuden von Menschen aufscheinen, die nicht die Möglichkeit haben zu schreiben. Des Weiteren bin ich überzeugt, dass über einige entscheidende Wirklichkeiten der RkK immer wieder von erwachsenen Menschen zu Erwachsenen gesprochen werden soll, anstatt von Hirten zu Schafen, wobei „Schaf“ in meiner Gastkultur als eines der schlimmsten Schimpfwörter einem Menschen gegenüber gilt.

 

Kontakt

Mail: l.donat@gmx.ch
 

 

mein eBuch

 

der verstellte Ursprung

 

Ein Priester schreibt seiner Freundin wie er sich von Dogma, Hierarchie und Moral des Vatikans befreite

 

ist bei epubli.de und anderen online eBook Shops zum Preis von € 2.49 erhältlich.

 

ein anderes eBuch vom gleichen Autor trägt den Titel

 

der andere Revolutionär

Ein Priester schreibt seiner Freundin vom langen Weg zu einem neuen Bild von Jesus

 

siehe http://der-andere-revolutionaer.org